Gestrandet
Lisei Caspers

Kinostart: 07.04.2016
Deutschland 2016
FSK 0 · Laufzeit 80 Min. · Bild 1:1,85

Trailer

Synopsis

Das Jahr 2014 beginnt für die Bewohner von Strackholt mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. 20 km von Aurich, inmitten der ostfriesischen Leere, sollen die Neuankömmlinge den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor und Christiane, eine Journalistin nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen Sie, Ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern. Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam und die tägliche Ungewissheit zehrt an den Nerven aller Beteiligten.

Die junge Regisseurin Lisei Caspers wurde 2007 beim Internationalen Filmfestival Hannover für ihren Dokumentarfilm „Grenzgebiet – Spiritual Healing” mit dem „Deutschen Nachwuchsfilmpreis” und einer Patenschaft durch den Produzenten Peter Rommel (u.a. „Sommer vorm Balkon”, „Alphabet”) ausgezeichnet. Daraus entwickelte sich eine langjährige Zusammenarbeit, die nach „Fragments of Palestine” (2011) nun mit „Gestrandet” fortgeführt wird. Anfang 2014 erfährt Lisei Caspers, dass eine Gruppe eritreischer Flüchtlinge in der Nähe ihres Heimatdorfes untergebracht werden. Sie beschließt den Weg der Asylbewerber filmisch zu begleiten. Mit GESTRANDET ist ihr ein eindringlicher Film gelungen, der nicht nur die Nöte der Asylbewerber und die Sorgen der ehrenamtlichen Betreuer schildert, sondern auch zeigt, wie beide Seiten voneinander lernen und zu einem größeren Verständnis gelangen.

Fotos

© Pandora Film Verleih

© Pandora Film Verleih

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© Pandora Film Verleih

© Pandora Film Verleih

© Pandora Film Verleih

Medien

Im Kino
ab 07.04.2016


Details

FSK 0

Laufzeit 80 Min.

Untertitel

  • deutsch

Bild

  • 1:1,85

Screening

  • DCP

Festivals & Auszeichnungen

Max Ophüls Preis 2016 · Wettbewerb

Pressestimmen

« Caspers zeigt auch, wie Integration an den zermürbenden Mühlen der deutschen Bürokratie zu scheitern droht, wie Verzweiflung, Einsamkeit und Depression die Neuankömmlinge aushöhlen. Trotzdem es ist ein Film geworden, der Hoffnung macht: auf Individuen, die in der Lage sind, aufeinander zuzugehen, um höchst schwierige Situationen gemeinsam wuppen. Ein Beispiel für echte Menschlichkeit. Man sollte ihm folgen. » Journal Frankfurt
« So ist Gestrandet eine wunderbare Fallstudie über fünf Eritreer in einem ostfriesischen Dorf – Der Regisseurin ist ein vielfältiges, facettenreiches und sehr sehr sehenswertes Filmportrait gelungen. Gestrandet ist eindringlich und menschlich, ein Blick auf Flüchtlingsfragen jenseits eingeschliffener Klischees. » Artechock
« So ist Lisei Caspers' Film am Ende deutlich mehr ale eine lediglich brutal-ehrliche Bestandsaufnahme gegenwärtiger Asylpolitik in Deutschland: Er ist ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit in der jeweils nächsten Umgebung. Mehr kann ein politischer Dokumentarfilm gar nicht leisten. » kino-zeit.de
« Ein wichtiger Film » Die Tagespost - katholische Zeitung
« Tolle Doku, die Hoffnung macht - und auch Wut » TV Spielfilm
« Eine Doku, die einfach mal die existenzielle Not der Flüchtlinge greifbar macht und zugleich die Nächstenliebe spiegelt, mit der man ihnen hier von Mensch zu Mensch ganz selbstverständlich begegnet. Und die zeigt, wie Regeln, Bürokratie und Perspektivlosigkeit Frust und Ohnmacht nähren. Anschauliche Einblicke für alle. » Choices

Credits

Cast

Aman
Mohammed
Osman
Ali
Hassan
Christiane Norda
Helmut Wendt

Crew

RegieLisei Caspers
ProduktionPeter Rommel
RedaktionEric Friedler
KameraFabian Klein
MontageJamin Benazzouz

Gefördert mit Mitteln von: NORDMEDIA – FILM- UND MEDIENGESELLSCHAFT NIEDERSACHSEN/BREMEN, MEDIENBOARD BERLIN-BRANDENBURG, DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS, FILMFÖRDERUNGSANSTALT